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Meine Grundwerte
Wofür ich stehe
Wer mit mir arbeitet, soll wissen, auf welcher Grundlage. Technologie ist nicht neutral – sie wird von Menschen gebaut und eingesetzt, die Überzeugungen haben. Und wer über Automatisierung, KI und die Zukunft des Mittelstands spricht, spricht immer auch darüber, in welchem Land und in welchem Europa das stattfinden soll.
1. Freiheit, Rechtsstaat, Demokratie und ein vereintes Europa
Freiheit ist kein Selbstläufer. Sie hält nur, solange Institutionen sie tragen. Freiheit des Einzelnen bedeutet: Ich entscheide über mein Leben, mein Unternehmen, meine Arbeit – gebunden an Recht und an Verantwortung gegenüber anderen. Das setzt einen Staat voraus, der sich an seine eigenen Regeln hält. Ein Rechtsstaat ist nicht dann bewiesen, wenn er die Mehrheit schützt, sondern wenn er den Einzelnen gegen die Mehrheit schützt. Demokratie heißt, dass Macht befristet, kontrolliert und abwählbar ist. Wer Institutionen aushöhlt – Gerichte, Presse, Verwaltung –, greift nicht ein System an, sondern die Sicherheit jedes Einzelnen. Und Europa: Ein Land dieser Größe verhandelt gegenüber Washington, Peking oder Moskau nicht auf Augenhöhe. Ein Binnenmarkt mit rund 450 Millionen Menschen tut das. Europa ist für mich kein Gefühl, sondern eine nüchterne Rechnung – wirtschaftlich, sicherheitspolitisch und beim Setzen technologischer Standards. Ich kritisiere europäische Bürokratie, wo sie Unternehmen erstickt und eine Kommission die sich zu sehr in die Freiheitsrechte der Einzelnen drängt. Aber ich halte den Zerfall Europas für die teuerste Option, die wir haben.
2. Klare Absage an politischem und religiösem Extremismus, Rassismus und sexueller Diskriminierung
Wer Menschen abwertet, verhandelt nicht über Politik, sondern über ihre Würde. Da gibt es keinen Mittelweg. Politischer und religiöser Extremismus hat keinen Platz – weder von rechts noch von links, weder offen noch unter dem Deckmantel des Glaubens. Extremismus erkennt man nicht am Etikett, sondern am Anspruch: Wer für sich die eine Wahrheit reklamiert und den Widerspruch abschaffen will, ist gemeint. Das Gleiche gilt für Rassismus und für Diskriminierung aufgrund von Geschlecht oder sexueller Orientierung. Herkunft, Glaube und Lebensweise gehen niemanden etwas an – schon gar nicht einen Arbeitgeber, einen Vermieter oder einen Geschäftspartner. Was zählt, ist, was jemand kann und wie er sich verhält. Konkret heißt das: Wer Menschen nach diesen Kriterien sortiert, findet in mir keinen Gesprächspartner und keinen Dienstleister.
3. Solidarität mit dem jüdischen Volk und dem Existenzrecht Israels
Jüdisches Leben in Deutschland muss ohne Polizeischutz möglich sein. Dass es das derzeit nicht ist, ist ein Befund über uns, nicht über die jüdische Gemeinde. Ich unterstütze das jüdische Volk und das Existenzrecht des Staates Israel. Für ein Land mit dieser Geschichte ist das keine außenpolitische Meinung unter vielen, sondern eine Grundlinie, die man nicht der Stimmungslage anpasst. Dass man über die Politik einer israelischen Regierung streiten kann – wie über jede Regierung –, steht dazu nicht im Widerspruch. Der Unterschied ist einfach: Kritik richtet sich an Entscheidungen. Antisemitismus richtet sich gegen die Existenz von Menschen und eines Staates. Wer diese Grenze verwischt, tut das selten aus Versehen.
4. Freie und soziale Marktwirtschaft
Wettbewerb schafft Wohlstand. Soziale Sicherung sorgt dafür, dass ihn eine Gesellschaft aushält. Das eine funktioniert ohne das andere nicht. Märkte sind das beste bekannte Verfahren, um verstreutes Wissen in Entscheidungen zu übersetzen. Kein Ministerium weiß, was ein Handwerksbetrieb in Mülheim nächste Woche braucht. Der Betrieb weiß es. Deshalb bin ich für Wettbewerb, für unternehmerisches Risiko – und für das Recht zu scheitern und danach wieder anzufangen. Getragen wird diese Ordnung vom Mittelstand: Über 99 % der Unternehmen in Deutschland sind KMU, sie stellen mehr als die Hälfte aller Arbeitsplätze. Diese Betriebe haben keine Stabsabteilung für Digitalisierung und keine Lobby in Brüssel. Sie haben Eigentümer, die haften. Wer den Mittelstand mit Bürokratie überzieht, schwächt nicht „die Wirtschaft“, sondern die Grundlage. Sozial ist diese Ordnung, wenn sie Aufstieg ermöglicht und Abstürze abfedert – nicht, wenn sie Ergebnisse gleichmacht.
5. Energie ist Freiheit
Ohne bezahlbare Energie gibt es keine Industrie, keinen Wohlstand – und am Ende auch keine Freiheit. Ich arbeite im Ruhrgebiet. Hier kann man an den Standorten ablesen, was passiert, wenn Energie zum Standortnachteil wird: Es verschwindet nicht „ein bisschen Wettbewerbsfähigkeit“, es verschwinden Werke, Zulieferer und ganze Berufsbiografien. Energiepreise sind deshalb kein technisches Detail, sondern eine Frage der Souveränität. Wer Energie teuer und aus wenigen Quellen einkaufen muss, macht sich abhängig – von Preisen, von Lieferanten und von Regimen, die diese Abhängigkeit als Druckmittel verstehen. Das haben wir teuer gelernt. Freiheit hat eine physikalische Grundlage: verfügbare, verlässliche und bezahlbare Energie. Ein Land, das seine Energieversorgung nicht im Griff hat, verliert nicht nur Industrie. Es verliert die Fähigkeit, eigene Entscheidungen zu treffen. .
KI und Energie sichern Europas Fortschritt
Europa hat weder die billigste Energie noch die größten Technologiekonzerne. Was Europa hat, sind hunderttausende mittelständische Unternehmen mit echtem Prozess- und Branchenwissen. Genau dort entscheidet sich, ob KI hier Produktivität schafft – oder ob sie nur anderswo Umsatz erzeugt und bei uns Kosten. Beides hängt zusammen, und zwar in beide Richtungen: KI braucht Rechenleistung, Rechenleistung braucht Strom. Umgekehrt brauchen Netzsteuerung, Lastmanagement, Verbrauchs- und Erzeugungsprognosen genau die Verfahren, die KI liefert. Wer eines von beidem aufgibt, verliert das andere gleich mit. Der zweite Punkt ist unbequemer: Der demografische Wandel nimmt uns die Arbeitskräfte, mit denen wir bisher Ineffizienz ausgeglichen haben. Die Stellen, die heute unbesetzt bleiben, kommen nicht zurück. Automatisierung ist damit keine Sparmaßnahme mehr, sondern die Voraussetzung dafür, dass Betriebe ihre Leistung überhaupt aufrechterhalten. Für ein mittelständisches Unternehmen heißt Fortschritt deshalb nichts Abstraktes, sondern: - Angebote, die in Minuten rausgehen statt in Tagen. - Bestellungen und Rechnungen, die niemand mehr abtippt. - Bedarfsprognosen, die Lagerbestände senken, statt sie zu schätzen. - Wissen, das im Unternehmen bleibt, auch wenn ein Mitarbeiter geht.
Das ist der Punkt, an dem Überzeugung in Arbeit übergeht. Ich baue für kleine und mittlere Unternehmen genau diese Systeme – pragmatisch, mit vorhandener Software, ohne Digitalisierungsromantik und mit einer Rechnung, die aufgeht.
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